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Bakterien

Mikroorganismen mit eigenem Stoffwechsel, die sich durch Zellteilung vermehren. Im Gartenbau lösen sie Pflanzenkrankheiten aus, bilden aber auch einen nützlichen Teil der Bodenmikroflora.

Bakterien gehören zu den Mikroorganismen. Sie sind sehr klein – ein Tausendstel Millimeter – und nur unter dem Mikroskop erkennbar. Anders als Viren haben Bakterien einen eigenständigen Stoffwechsel und vermehren sich durch Zellteilung. So kann ihre Zahl bei optimalen Bedingungen innerhalb von Stunden explosionsartig anwachsen. Das zeigt sich an getrübtem Wasser oder bei Pflanzen durch eine Vielzahl an Symptomen.

Betroffene Betriebe haben oft Schwierigkeiten, Bakteriosen – also bakterielle Pflanzenkrankheiten – zu kontrollieren. Wirksame Gegenmittel fehlen, sodass meist nur die Eindämmung der Erreger über die Desinfektion von Wasser, Werkzeugen und Oberflächen im Gewächshaus bleibt.

Einige der wichtigsten bakteriellen Erregergattungen im Erwerbsgartenbau sind Agrobacterium, Clavibacter, Pseudomonas, Ralstonia und Xanthomonas.

Dennoch sind Bakterien im Pflanzenbau nicht automatisch negativ. Sie bilden einen Teil der nützlichen (Boden-)Mikroflora und helfen den Pflanzen bei Nährstoffaufnahme, Zersetzung und Stoffumwandlung. Bakterien sind auch der Hauptbestandteil der effektiven Mikroorganismen.

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