Viel kleiner als Mikroorganismen und ohne eigenen Stoffwechsel. Sie programmieren Pflanzenzellen zur Produktionsfabrik für neue Viren um.
Pflanzenpathogene Viren unterscheiden sich von Mikroorganismen wie Pilzen, Bakterien und Hefen. Sie sind viel kleiner und verfügen über keinen eigenen Stoffwechsel. Deshalb sind sie auf Wirtspflanzen und deren Zellen angewiesen: Diese werden umprogrammiert, sodass die Pflanzenzellen zu einer Produktionsfabrik für neue Viren werden.
Darunter leidet die Pflanze, sie wird schwächer, produziert weniger und kann am Ende daran zugrunde gehen. Von starker wirtschaftlicher Bedeutung ist der dadurch verursachte deutliche Rückgang von Qualität und Quantität der Ernte.
Eine Behandlung gibt es kaum. Im Gartenbau werden resistente Sorten verwendet und die Ausbreitung durch Hygienemaßnahmen verhindert. Bekannte Vertreter sind CGMMV, ToBRFV und das Tobacco mosaic virus (TMV). Viroide sind noch einfacher aufgebaut als Viren und können trotzdem massive Schäden verursachen.
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